Handwerklich präzise, nicht nur gefühlt
Osteopathie ist für mich kein reines Bauchgefühl. Jede Behandlung beruht auf einem fundierten Verständnis von Anatomie und Biomechanik – dazu kommt Präzision in den Händen.
Osteopathie – ein System, drei Säulen
In meiner Arbeit steht selten nur ein Bereich allein. Die drei Säulen greifen ineinander, damit ich den Körper als Einheit betrachten kann.
- Kraniosakral
- Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein samt ihrem Bindegewebe – ich taste auf Spannung und Beweglichkeit.
- Parietal
- Bewegungsapparat – Knochen, Muskeln, Gelenke.
- Viszeral
- Innere Organe, Faszien & Gewebespannungen.
Kraniosakral – Kopf, Wirbelsäule und Kreuzbein. Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein hängen über die Hirn- und Rückenmarkshäute zusammen. Mit den Händen taste ich, wie beweglich dieser Bereich ist und wo es Spannung gibt. Die Berührung ist leicht und ruhig. Manche Menschen empfinden sie als entspannend. Wie das bei dir ist, zeigt sich in der Behandlung. Kraniosakrale Arbeit ersetzt keine ärztliche Abklärung: Bei neuen oder starken Kopfschmerzen oder Schwindel gehört zuerst ein Arzt dazu.

Parietal – Knochen, Muskeln und Gelenke. Der parietale Teil der Osteopathie befasst sich mit dem Bewegungsapparat: Knochen, Gelenken, Muskeln, Bändern und Sehnen. Dabei gehe ich Schritt für Schritt vor und beginne osteo-artikulär: „osteo“ steht für die Knochen, „artikulär“ für die Gelenke. Ich schaue, ob sie gut stehen und beweglich sind. Danach folgen Muskeln und Bänder, dann Weichteile und Nerven. Du sagst jederzeit, wenn etwas zu viel ist.

Viszeral – innere Organe und ihr Bindegewebe. Die inneren Organe hängen im Bindegewebe, liegen beweglich aneinander und sind über Aufhängungen mit Rumpf und Wirbelsäule verbunden. Mit den Händen taste ich, wie beweglich dieses Gewebe ist und wo Spannung sitzt. Das kann mit Haltung, Narben nach Operationen oder dem Zusammenspiel mit Rücken und Becken zusammenhängen. Eine Diagnose von Organerkrankungen stelle ich nicht. Bei Hinweisen auf eine Erkrankung gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Wie ich arbeite
- 01
Funktionelle Anatomie
Wissen über Muskeln, Gelenke, Faszien und Nerven und ihr Zusammenspiel bildet die Grundlage jeder Untersuchung.
- 02
Statik und biomechanische Ketten
Der Körper hängt mechanisch zusammen. Eine Einschränkung an einer Stelle kann an anderer Stelle Ausgleichsmuster erzeugen – dort suche ich mit. Der Körper funktioniert als Ganzes: Wenn das Fundament, also Füße und Becken, nicht stimmt, muss weiter oben ausgeglichen werden. Deshalb schaue ich auf deine gesamte Statik.
- 03
Strukturierte Untersuchung
Vor jeder Behandlung steht eine gezielte Bewegungs- und Tastuntersuchung mit osteopathischen Tests, mit der ich Einschränkungen lokalisiere.
- 04
Gezielte Technik
Je nach Befund schaue ich zuerst osteo-artikulär, also auf Knochen und Gelenke, und arbeite danach an Muskeln, Bändern und Faszien. Dafür nutze ich sanfte Mobilisation, Muskelenergietechniken, gezielte Gelenkimpulse und weitere osteopathische Techniken, abgestimmt auf das, was dein Körper zeigt.



Was dich erwartet
Ruhig, gründlich und ohne Hektik. Ich nehme mir Zeit, in Ruhe zuzuhören und genau hinzuschauen. Die erste Sitzung dauert etwa 60–90 Minuten.
- 1
Gespräch
Wir sprechen über deine Beschwerden und deine Geschichte: seit wann sie da sind, wann sie stärker werden und was dir guttut. Auch Alltag, Schlaf und Gewohnheiten gehören dazu, genauso frühere Unfälle, Operationen und Verletzungen.

- 2
Untersuchung & Behandlung
Mit den Händen taste ich Bewegung und Spannung im Körper. Dazu nutze ich klassische und moderne osteopathische Tests. Danach behandle ich sanft und gezielt – meist bequem bekleidet auf der Liege.

- 3
Nachspüren
Zum Schluss spüren wir gemeinsam nach: Was hast du wahrgenommen, was habe ich getastet und beobachtet? Wir besprechen, was du selbst tun kannst, und entscheiden gemeinsam, ob weitere Termine sinnvoll sind.

N.I.T. Neuro-integrative Therapie nach M. Kastiel®
Ergänzend zur Osteopathie arbeite ich mit einem bewegungsbasierten Ansatz. N.I.T. greift Prinzipien aus der Osteopathie, aus Feldenkrais, Qigong und ostasiatischen Kampfkünsten auf. Dabei bist du nicht nur Empfänger:in einer Behandlung, sondern arbeitest aktiv mit.

- 01
Lernen statt nur behandelt werden
Ich mache dir kleine Bewegungsvorschläge und beobachte genau, wie dein Körper darauf antwortet. Du spürst nach, ich begleite. So wird die Sitzung eher zu einer Lernerfahrung als zu einer reinen Behandlung.
- 02
Wahrnehmung im Mittelpunkt
Gelenke, Bänder, Faszien und Muskeln melden deinem Gehirn ständig, wie dein Becken steht und wie viel Spannung im Rücken ist. Daraus entsteht eine Art Landkarte deines Körpers. Bewegungen, die lange nicht vorkommen, können auf dieser Karte etwas verblassen. Die Arbeit lädt dazu ein, sie wieder zu bemerken und freier zu nutzen.
- 03
Klein, präzise, ohne Kraft
Weniger ist mehr: Kleine, gezielte Bewegungen, die genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Entspannung ist dafür die Grundlage, deshalb beginnen wir ruhig und in einer Position, in der du dich wohlfühlst.
- 04
Sitzen, Schonhaltung, Stress
Stundenlanges Sitzen liefert dem Körper nur wenige neue Signale. Nach einem Hexenschuss bleibt die Schonhaltung manchmal länger als nötig, und unter Stress neigt der Körper dazu, festzuhalten. Auch das kann die Karte ein Stück unschärfer machen.
Wie eine Sitzung abläuft
Wir starten in einer bequemen Haltung, die du selbst wählst. Ich schlage eine sanfte Bewegung vor, achte darauf, wie du ihr folgst, und passe mich an. Nach und nach beziehen wir weitere Körperbereiche ein, sodass der Körper als Ganzes in Bewegung kommt und nicht nur die schmerzende Stelle.
Meine Ausbildung dazu
Vier Kursblöcke à 4 Tage mit je 8 Stunden (128 Stunden) an der Medizin & Lebenskunst Akademie, ergänzend zu meiner Osteopathie-Ausbildung.
N.I.T. ergänzt die Osteopathie und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Ob und wie viel es dir hilft, ist individuell verschieden; Heilungsversprechen kann ich nicht geben.